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Chronik

06.10.2008

 

Ein Abend im Zeichen der Kommunikation

 

50 Jahre ist es nun her, dass er in Esingen die Schulbank drückte. Prof. Dr. Friedemann Schulz von Thun kehrte am 6. Oktober für einen unterhaltsamen Abend in seine alte Schule zurück, an die er viele gute Erinnerungen hat ...

 

 

Professor Friedemann Schulz von Thun ist Psychologe und Kommunikationswissenschaftler an der Universität Hamburg. Als er vor 55 Jahren als kleiner Junge die heutige Johannes-Schwennesen-Schule besuchte, hieß diese noch Volksschule. Über diese Zeit berichtete er in seinem zweiten Teil des Abends.

 

 

 

 

Im ersten ging es vor allem um die Anfänge seiner Forschung zu Beginn der 70er Jahre.

 

Äußerst unterhaltsam und gar nicht dröge erklärte unser Gast, wie man sich zu der Zeit die "richtige" Kommunikation zwischen Partnern vorstellte. Wer zu dieser Zeit studiert hatte, dem kam vieles sehr bekannt vor. Natürlich fehlte auch nicht sein "Vier-Ohren-Modell", das bis heute aktuell gelehrt wird, um die zwischenmenschliche Kommunikation zu erklären.

 

Als unser Gast dann auf seine Erlebnisse an unserer Schule und in seiner Kindheit kam, spitzten alle Zuhörer besonders die Ohren: Es ging um die Lehrkräfte, die er sehr zu schätzen wusste, um den Jungen, der ihm Prügel androhte, und um ein Mädchen, das ihm ganz selbstverständlich nach einem schweren Fahrradunfall half. Erstaunt registrierte man, wie viele Namen Prof. Dr. Schulz von Thun aus der Zeit noch wusste. Leider konnten wir ihm eine Hoffnung nicht erfüllen. Von den 70 Gästen war leider niemand aus seiner Schulzeit gekommen. Aus dem Publikum kamen jedoch immer wieder Kommentare wie "Ja, der lebt noch in Tornesch" oder "Der wohnt jetzt ...".

 

Für uns war es schön zu hören, wie sehr sich unser Gast über den jetzigen Zustand der Schule und die positive Atmosphäre freuen konnte. Seine Bücher über das "Miteinander reden", die er als Geschenk mitgebracht hatte, finden einen würdigen Platz in unserer Lehrerbücherei.